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E.ON treibt die Elektro-Mobilität an
Viele Automobilhersteller präsentieren auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt neue Modelle, Prototypen und Studien mit Elektroantrieb. Aus gutem Grund: Elektrofahrzeuge sind eine wegweisende Alternative für eine klima- und ressourcenschonende Zukunft der Mobilität. Um Lösungen für die nötige Infrastruktur kümmert sich E.ON schon heute.
Die Vorteile der Elektromobilität liegen auf der Hand: Bei Elektrofahrzeugen fallen derzeit rund 75 Gramm CO2 pro Kilometer an, wenn man den aktuellen E.ON-Kraftwerksmix zu Grunde legt. Damit liegt der CO2-Ausstoß eines Elektroautos schon heute deutlich unter der von der Europäischen Union für 2012 vorgeschriebenen Grenze von 120 Gramm pro Kilometer. E.ON investiert in den nächsten Jahren mehre-re Milliarden Euro in den Ausbau regenerativer Energien. Damit werden die indirekten CO2-Emissionen eines mit E.ON-Strom angetriebenen Elektroautos noch einmal deutlich verringert.
Auch bei den Betriebskosten punktet die elektrische Energie: Gemessen am Verbrauch eines heutigen Elektroautos betragen die "Spritkosten" 3 bis 4 Euro pro 100 Kilometer - deutlich weniger als bei aktuellen Benzin- oder Dieselmotoren.
Zwei Feldversuche weisen den Weg in die Zukunft
BMW und E.ON zählen zu den Ersten in Deutschland, die in der Praxis demonstrieren, dass elektrisch betriebene Autos eine Alternative zu Autos mit klassischem Verbrennungsmotor werden können. Seit Juli 2009 rollen in einem Feldversuch 15 MINI E über die Straßen Münchens. E.ON stellt den Testnutzern Lademöglichkeiten im Stadtgebiet und in der heimischen Garage zur Verfügung. Dabei gewinnen die beteiligten Unternehmen wertvolle Erkenntnisse über Bedürfnisse und Erwartungen der Testfahrer, die in die Entwicklung künftiger Produkte und Dienstleistungen einfließen.
Mit Volkswagen und weiteren Partnern führt E.ON ein Kooperationsprojekt durch, bei dem der VW Golf TwinDrive zum Einsatz kommen wird. Dabei handelt es sich um einen "Plug-In-Hybrid". Hier wird ein Verbrennungsmotor mit einem elektrischen Antrieb kombiniert. Die Lithium-Ionen-Akkus des Fahrzeugs werden nicht nur durch die Rückgewinnung von Bremsenergie gespeist. Sie lassen sich auch an einer normalen Steckdose aufladen oder aber unterwegs mit dem integrierten Verbrennungsmotor. Im Rahmen dieses vom Bundesumweltministerium geförderten Projekts untersucht E.ON unter anderem Möglichkeiten, die Batterien der Fahrzeuge in Zukunft als Stromspeicher zu nutzen.
Intelligente Netze für die Mobilität der Zukunft
In gut zehn Jahren sollen nach Vorstellungen der Bundesregierung auf Deutschlands Straßen mindestens eine Million Elektro-Autos fahren. Um die wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen sicher und günstig mit Energie zu versorgen, bedarf es einer intelligenten Infrastruktur zum Laden der "Stromer". Dabei sollen die Fahrzeugbatterien nach Möglichkeit dann aufgeladen werden, wenn gerade ein hohes Stromangebot herrscht. So könnte die Elektromobilität einen Beitrag dazu leisten, die Erneuerbaren Energien mit ihrer naturgemäß schwankenden Stromproduktion besser auszunutzen. Dies setzt intelligente Netze voraus, in denen der Ladevorgang zum Beispiel dann startet, wenn es in ansonsten verbrauchsarmen Zeiten eine hohe Stromeinspeisung aus Wind- oder Solarkraftwerken gibt. Darüber hinaus ist es sogar möglich, bei Verbrauchsspitzen Strom aus gerade nicht benötigten Elektroautos wieder in das Netz zurückzuspeisen.
Bei der Weiterentwicklung der Netz-Infrastruktur geht es also nicht nur um die Frage, ob und wie die bestehenden Verteilnetze für die "Betankung" einer größeren Zahl von Elektroautos ausgebaut werden müssen. Im Vordergrund steht vielmehr die Entwicklung intelligenter Stromnetze, die in der Lage sind, das "Stromtanken" oder auch eine Rückspeisung von Strom zu steuern. Eine zentrale Rolle werden dabei intelligente Stromzähler spielen. Sie sind die entscheidende Schnittstelle zwischen Ladestation und Stromnetz. E.ON setzt bereits in einer Reihe von Ländern derartige intelligente Zähler ein, unter anderem in Deutschland im Rahmen eines breit angelegten Feldversuchs in Bayern.
Enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie
Bis Elektroautos sich für einen Einsatz im Alltag eignen, ist noch eine Reihe von Aufgaben zu lösen. So ist auf der Fahrzeugseite Entwicklungsarbeit erforderlich, um die Batterien leistungsfähiger, kleiner und kostengünstiger zu machen. Bis zu einer breiten Einführung von Elektroautos ist eine Zusammenarbeit von Wissenschaft, Energieversorgern, Automobil- und Batterieherstellern unumgänglich. Schon heute wirkt E.ON an der Erarbeitung international einheitlicher Standards für Stecker und Kabel mit.
Darüber hinaus ergänzt E.ON im Unternehmen laufende Entwicklungsarbeit durch Kooperationen mit renommierten Wissenschaftlern. So analysiert im Rahmen des VW-Projekts das Institut für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen wissenschaftlich die notwendigen Anpassungen der Verteilnetze. Weitere Partner sind zum Beispiel das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme sowie das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung. Auch mit Instituten der TU München und der TU Karlsruhe arbeitet E.ON zusammen.
