Pilotprojekte in Deutschland
In zahlreichen Projekten testet E.ON die Möglichkeiten intelligenter Stromnetze – häufig in Verbindung mit Elektromobilität. Intelligente Netze sind die Grundlage, um einen immer höheren Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sicher in das Netz einzuspeisen. E.ON hat zahlreiche Projekte gestartet, um die Chancen solcher intelligenten Verteilnetze näher zu untersuchen. Die Region Harz bietet mit ihren regenerativen Ressourcen – vom Windpark über Solaranlagen bis hin zum Wasserkraftwerk – ideale Bedingungen, die Nutzung Erneuerbarer Energien voranzutreiben. In den Projekten „Regenerative Modellregion Harz“ und „Harz.EE-mobility“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich die wetterabhängige Einspeisung von grünem Strom besser mit der Nachfrage in Einklang bringen lässt. So wird untersucht, was Kunden bewegen kann, zu anderen Zeiten als bisher Strom zu verbrauchen. Aber auch neue Speichertechnologien stehen im Fokus.
Rund um ein Umspannwerk im niederbayerischen Seebach baut E.ON 600 sogenannte Lastgang-Registrierungszähler bei Anlagenbetreibern und Kunden ein. Die Zähler übermitteln Verbrauchsdaten wie Stromstärken, Stromlast oder die Flussrichtung des Stroms in Echtzeit. Auf diesem Wege erhält der Energieversorger genaue Daten über die Belastungen des Netzes in Regionen mit hoher Stromeinspeisung aus Photovoltaikanlagen. Auch in der Nähe der Bundeshauptstadt Berlin werden detaillierte Lastgang- Daten erfasst. Hier gilt es, Höhe und Schwankungen der eingespeisten Windenergie zu messen.
Bei der Einspeisung Erneuerbarer Energien entstehen Spannungsschwankungen in den Stromnetzen. Deswegen rüstet E.ON in einem Pilotprojekt im industriell geprägten Großraum Paderborn herkömmliche Ortsnetzstationen mit intelligenter, fernsteuerbarer Technik aus. So sollen die Stationen weitgehend automatisiert betrieben und Spannungsschwankungen minimiert werden. Im Norden Niedersachsens werden Haushalte zu sogenannten Smart Homes umgebaut. Dazu wird zukunftsweisende Haustechnik wie Photovoltaikanlagen, Klimatechnik, moderne Beleuchtungsanlagen und Smart Meter installiert. Die Hausbewohner werden aber auch Elektroautos fahren, die dann als Energiespeicher dienen. So schafft E.ON schon heute Rahmenbedingungen, wie sie in einigen Jahren flächendeckend vorhanden sein werden, und kann die Auswirkungen auf den Netzbetrieb untersuchen.
