Biogas - die Energie vom Land
In Deutschland werden zusehends mehr landwirtschaftliche Flächen genutzt, um mit Energiepflanzen - wie z.B. Mais, bestimmte Getreidearten, Holz und Ernterückstände - nachwachsende Rohstoffe produzieren zu können. Nicht zuletzt dank der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erlebt das Biogas (gasförmige Biomasse) aktuell einen besonders starken Zuwachs.
Für E.ON resultiert daraus - neben dem umfassenden Ausbau der Windenergie - der zweite große Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit hinsichtlich erneuerbarer Energien. Ein Beispiel hierfür sind vier neue Biogasanlagen, die 2006 durch E.ON edis und E.ON Bayern im Rahmen unserer großen Biogas-Offensive 2006 errichtet wurden. Auch in Schweden wollen wir die Kapazitäten für die Energieerzeugung aus Biogas erhöhen: bis 2015 um fast 200 Prozent auf 3.150 MW für die Wärmeerzeugung und um über 160 Prozent auf 400 MW für die Verstromung.
Großes Potenzial sehen wir in der Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität: So kann das Biogas über das herkömmliche Gasnetz zum Ort des Verbrauchs transportiert werden und ist flexibel einsetzbar. E.ON Nordic beispielsweise betreibt bereits seit Jahren Anlagen zur Einspeisung von Bioerdgas in Erdgasnetze, während E.ON Ruhrgas Anfang 2007 die E.ON Bioerdgas GmbH ins Leben gerufen hat, die mit Bioerdgas handeln und eigene Erzeugungs- und Aufbereitungsanlagen errichten wird. Im ersten Schritt baut die E.ON Bioerdgas GmbH mit ihren Partnern in Dorsten die bundesweit größte Anlage zur Aufbereitung von Biogas. Die Anlage soll noch in 2007 den Betrieb aufnehmen und jährlich rund 9 Mio Kubikmeter Bioerdgas in
das Gasnetz einspeisen. Darüber hinaus plant E.ON, den Einsatz von Biomasse für die Stromerzeugung kontinuierlich zu steigern. So bauen wir derzeit im schottischen Lockerbie das größte Biomasse-Kraftwerk Großbritanniens: Allein hier wird der Einsatz von Brennstoffen wie Holz und Forstabfällen rund 140.000 Tonnen Treibhausgase pro Jahr vermeiden.
