Windstrom Erzeugung braucht eine Erweiterung der Netzinfrastruktur
Für die Nutzung der Windkraft brauchen wir eine gute Netzinfrastruktur. Gerade in den windreichen Küstengebieten stoßen die Übertragungsnetze durch die Windstrom Erzeugung mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenzen. Zunehmend treten Situationen auf, in denen die Hochspannungsnetze vollständig mit Windstrom ausgelastet sind und damit weiterer Strom aus Windenergieanlagen nicht mehr aufgenommen werden kann. Aktuell plant E.ON Netz deshalb in Schleswig-Holstein und Niedersachsen knapp 300 km neue Hoch-und Höchstspannungsfreileitungen, um die Nutzung der Windkraft weiter auszubauen. E.ON Netz setzt alles daran, diese Netzausbaumaßnahmen möglichst rasch zu realisieren. Um trotz Netzengpässen einen Anschlussstopp für neue Windenergieanlagen zu vermeiden, hat E.ON Netz als Übergangslösung das sog. Erzeugungsmanagement eingeführt – ein Verfahren, das 2004 auch Eingang in das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEGgefunden hat.
Ausblick: Verdreifachung der Windkraft in Deutschland bis 2020
Bis 2020 ist laut Netzstudie der Deutschen Energie-Agentur denaein Zuwachs der Windkraftleistung in Deutschland auf bis zu 48.000 MW zu erwarten – gegenüber 2004 fast eine Verdreifachung. Ob bzw. wie diese Windstrom Erzeugungsleistung in das Versorgungssystem integriert werden kann, ist offen. In jedem Fall sind erhebliche Veränderungen im Kraftwerkspark und ein massiver Netzausbau – allein im Höchstspannungsnetz um rund 2.700 km – erforderlich. Diese Maßnahmen werden nicht nur die Küstenregionen, sondern ganz Deutschland betreffen.
