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Kernkraftwerksbetreiber setzen auf den neuen Druckwasserreaktor EPR

In einem europaweit einmaligen Projekt wurden die Erfahrungen beim Bau und Betrieb von mehr als 70 Kernkraftwerken in Frankreich und Deutschland im Konzept des Europäischen Druckwasserreaktors EPR zusammengeführt. Die Zusammenarbeit der Entwickler Siemens und Framatome, der atomrechtlichen Behörden, der Kernkraftwerksbetreiber und der technischen Berater hat über zwölf Jahre angedauert. Unser Tochterunternehmen E.ON Kernkraft hatte als Konsortialführer der deutschen Kernkraftwerksbetreiber seine Betriebserfahrungen eingebracht und maßgeblichen Einfluss auf die Umsetzung neuerer Sicherheitsanforderungen und das technologische sowie anlagentechnische Design des EPR. Hierfür wurde ein strenger Anforderungskatalog definiert, den der neue Reaktor bei der Kernenergie-Stromerzeugung zu erfüllen hat, um auf höchstem sicherheitstechnischem Niveau die Stromversorgung mit Kernenergie auch in Zukunft zu garantieren.

 

 

Kernenergie-Stromerzeugung ist heute sicher, sogar bei schweren Störfällen

 

Auf der sicherheitstechnischen Seite gelang es, umfangreiche Verbesserungen umzusetzen. Die Verminderung der Eintrittswahrscheinlichkeit schwerer Störfälle während der Kernenergie-Stromerzeugung sowie die Beherrschung solcher Ereignisse standen im Mittelpunkt. Sicherheitsfunktionen wurden räumlich getrennt und gleich mehrfach gegen einen Ausfall abgesichert. Für den extrem unwahrscheinlichen Fall einer Kernschmelze besitzt der EPR ein innovatives System zur Beherrschung eines solchen Ereignisses. In einem sogenannten Core-Catcher, einem keramischen Auffangbecken, würde die Kernschmelze aufgefangen, dünn und gleichmäßig verteilt und könnte so langfristig unterkritisch gehalten und gekühlt werden. Das Risiko einer Dampfexplosion besteht nicht und ein unzulässiger Austritt von Radioaktivität in die Umwelt kann damit ausgeschlossen werden. Dies macht den EPR zu einem evolutionären und zukunftsfähigen Kernkraftwerkskonzept, das ältere Kernkraftwerksgenerationen in Europa ablösen kann. Zwei Anlagen zur Stromversorgung mit Kernenergie, eine im französischen Flamanville und eine im finnischen Olkiluoto, befinden sich bereits im Bau.

 



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